Donnerstag, 26. November 2015

Das singende, klingende Mühltal



Es waren einmal ein paar eifrige Sängerlein, die probten jede Woche aufs Neue fleißig für ihre Adventskonzerte. Doch sahen sie bald ein, dass es mehr braucht 
als dieses eine Treffen alle sieben Tage.
So begab es sich, dass sie sich am Freitag, den zwanzigsten des Monats November, aufmachten in das schöne Mühltal, welches da liegt östlich von Jena. Dort planten sie, eifrig ihre Musik zu studieren. Die so genannte Froschmühle war ihnen dabei eine willkommene Herberge. Diese lag inmitten eines großen Waldes – so tief, dass sich dorthin nicht einmal ein Mobilfunknetz traute. So sangen sie noch am Freitag bis zur zehnten Stunde, um danach ominöse "Spiele" zusammen zu spielen. Anonyme Quellen berichten hierzu, dass die Zauberworte "Zip Zap Zup Zop" zuhauf durch das Gebäude schallten und am Ende des Abends mysteriöse Toilettenpapierreste übrig blieben. Gewissenhaft, wie die jungen Sängerlein sind, 
gingen sie aber anschließend natürlich zeitig in ihre Bettchen.
Am nächsten Morgen weckten die eifrigen Sangesmeisterinnen, die da heißen Steffi und Julia, neue Lebenskräfte in den Sängerlein und sie entlockten auf zauberhafte Weise dem Gemisch der Stimmen einen wohltuenden Klang. Doch nach vielen Stunden der Arbeit sehnten auch sie sich nach Müßiggang. Nun ist es seit jeher ein uralter Brauch der Sängerlein, ihre Stimmen am zweiten Abend des Probengeschehens an einem Lagerfeuer ertönen zu lassen. Und da ihre Herberge von einem Wald umgeben war, sammelten sie Stock um Stock und Baum für Baum, um daraus ein Feuer zu errichten. Das Mühltal war dementsprechend bis spät in die Nacht von den Klängen der jungen Stimmen erfüllt.
Erschöpft von den Anstrengungen des zweiten Tages (und gezeichnet von den Ritualen der zweiten Nacht) krochen die Sängerlein am Morgen des dritten Tages ein letztes Mal aus ihren Höhlen, packten ihre sieben Sachen und stimmten erneut ihre Lieder an. Die Arbeit zeigte einigen Erfolg – so dass es ihnen erlaubt war, den Wald und das Mühltal wieder zu verlassen. Mit einem Lied auf den Lippen verabschiedeten sie sich von jenem wundersamen Ort und ließen dessen Zauber noch einige Zeit auf sich wirken.
-------
Doch wer denkt, dass die Geschichte hier zu Ende ist, der irrt. Alte Prophezeiungen besagen, dass die Sängerlein am vierten, fünften und siebten Tage des Monats Dezember erneut zusammen treffen werden, um ihre Ergebnisse der Welt außerhalb des Mühltals zu präsentieren. Folgende Ereignisse dieser Art wurden vorhergesagt:


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen